Bauarbeiten im ESTW Euskirchen

Die Voreifelbahn Bonn – Euskirchen – Bad Münstereifel hat eine große Bedeutung für den öffentlichen Personennahverkehr als Regionalbahn RB 23 für das linksrheinische Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises sowie Teilen der Voreifel mit dem Oberzentrum Bonn, was bei der DB Netz AG zu der Entscheidung geführt hat, den gesamten Bereich über ein elektronisches Stellwerk (ESTW) steuern zu lassen.


Der Auftrag zur Ausrüstung der ersten Baustufe dieser Strecke mit neuer ESTW Technik (EBI Lock 950, dem Stellwerksystem von Bombardier RCS) in Euskirchen, inkl. vier dezentralen Modulen, ging im April 2009 an die Fa. InoSig GmbH in Berlin. Mit Inbetriebnahme des ESTW in 2012, wurde auf der Gesamtstrecke zwischen Bonn und Euskirchen an Werktagen ein ganztägiger 30-Minuten-Takt und in Teilabschnitt zwischen Bonn und Rheinbach während den Hauptverkehrszeiten eine Verdichtung auf einen 15-Minuten-Takt eingerichtet.


In der Folge sind im März 2013 die Baustufe 2 (Euskirchen Bahnhof) und im November 2013 die RB23 (welche in 5 Einzelphasen realisiert wurde) mit Gleiswechselbetrieb an die Fa. InoSig GmbH beauftragt worden. Der Betrieb auf diesen Bauabschnitten wurde im Dezember 2014 aufgenommen, wozu das Modulgebäude des ESTW in Euskirchen zur Aufnahme der zusätzlichen Schaltelemente erweitert worden ist. Im August 2014 wurde die vorerst letzte Baustufe des ESTW in Euskirchen beauftragt. Hierbei handelt es sich um die Erweiterung nach Norden, in Richtung Derkum und Erftstadt, bis nach Hürth. Dieser Bauabschnitt, mit seinen separaten Modulgebäuden in Derkum und Erftstadt, wird im November 2016 in den Betrieb überführt.


In allen Bauabschnitten sind über das ESTW in Euskirchen ca. 1.500 Stelleinheiten (STE) und ca. 1.200 Fahrstraßen zu steuern. Ferner verfügt das Euskirchener ESTW über drei Bedienplätze für Fahrdienstleiter, welche zweischichtig besetzt sind. Mit der aktuell realisierten Anzahl STE ist die Steuerkapazität des neuen ESTW in Euskirchen noch nicht voll ausgelastet, sodass weitere Erweiterungen integriert werden könnten.


Als Besonderheit der Inbetriebnahme ab der zweiten Baustufe ist der Einsatz eines Prüfcontainers zu bezeichnen, mit dem die in Betrieb befindliche Anlage simuliert werden kann und die jeweils neue STE mit der neuen Software des ESTW schon getestet werden können. Diese zukunftsweisende IBN Technik ist von der InoSig GmbH auch schon bei der IBN der ESTW in Melsungen und Coburg eingesetzt worden.

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