ESTW Kreiensen

Kreiensen ist ein wichtiger Knotenpunkt im Schienennetz der Deutschen Bahn AG. Das elektronische Stellwerksystem BOMBARDIER* EBI* Lock 950 steuert und überwacht dort über 500 Stelleinheiten auf einer Streckenlänge von 53 Kilometern.

Durch das Leinetal verläuft eine der höchstfrequentierten Strecken der Deutschen Bahn mit häufig über 250 Zügen pro Tag. Den Schwerpunkt bilden der Seehafen-Hinterlandverkehr (Containertransport). Regionaler Personennahverkehr wird ebenfalls abgewickelt. Bei Störungen auf der parallel verlaufenden Schnellfahrstrecke werden auch ICE und IC durch das Leinetal umgeleitet. Der Bahnhof Kreiensen ist auf dieser Strecke ein Knotenpunkt, mit Querverbindungen in das Regionalnetz Harz- Weser, z. B. in Richtung Goslar- Bad Harzburg und Ottbergen-Paderborn. Die DB Netz AG beauftragte Bombardier 2008, die 53 km lange Strecke zwischen den Betriebsstellen Elze und Edesheim mit modernster elektronischer Stellwerkstechnik (kurz ESTW) auszurüsten.

Sechs alte, wartungsintensive Stellwerke mit allen Außenanlagen (Einbeck-Salzderhelden, Kreiensen, Freden, Alfeld, Godenau und Banteln) sollten durch eine moderne, leistungsfähige und im Unterhalt kostengünstige Leit- und Sicherungstechnik ersetzt werden, deren zentrale Komponenten im Bahnhof Kreiensen installiert werden sollten.

Das ESTW Kreiensen ging 2011 in Betrieb und wird direkt aus der Betriebszentrale in Hannover gesteuert. Von dort überwachen die Fahrdienstleiter auf zwei Bedienplätzen mit je sechs Monitoren die Strecke und regeln den Zugverkehr.

Neben der Erneuerung von 534 Stelleinheiten mit neuer Leit- und Sicherungstechnik wurden außerdem im Rahmen der Generalunternehmerschaft viele andere Anlagen – z.B. durch Neubau von Bahnsteigen – auf den neusten Stand der Technik gebracht.

Das ESTW wurde so konzipiert und geplant, dass zukünftig weitere zur Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik vorgesehene Streckenabschnitte flexibel und kostengünstig mit eingebunden werden können. Die neue Technik ermöglicht eine flexiblere Durchführung des Bahnverkehrs und erhöht somit die Leistungsfähigkeit der Strecke: „modernste Infrastruktur für einen komplexen Verkehr.“

ESTW Kreiensen in Betrieb

Der Bahnhof Kreiensen in Niedersachsen, rund 50 Kilometer südlich von Hannover. Ein wichtiger Knotenpunkt im Schienennetz der Bahn.Durch das Leinetal verläuft eine der höchstfrequentierten Strecken der Deutschen Bahn AG mit häufig über 250 Zügen pro Tag. Den Schwerpunkt bildet der Seehafen-Hinterlandverkehr (Containertransport).Eine Modernisierung war schon lange überfällig. Rund drei Jahren arbeiteten hier die Experten der InoSig, die im Auftrag der Deutschen Bahn die neue Stellwerkstechnik auf der Strecke zwischen Einbeck und Banteln installierten. Schwierige Bedingungen und zwei besonders lange und strenge Winter stellten die Männer und Frauen auf eine harte Probe. Regelmäßige Abstimmungen und ein großes Maß an Flexibilität waren dabei notwendig, um schnell und effektiv auf alle Probleme und Widrigkeiten zu reagieren.   Doch jetzt ist es geschafft – nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist das neue Bombardier EBI Lock 950 Stellwerk im Einsatz und der rund 56 Kilometer lange Streckenabschnitt durch das Leinetal komplett modernisiert sowie mit neuer Signaltechnik ausgestattet inklusive 534 Stelleinheiten.Die Elektronik der Stellwerksunterzentrale Kreiensen wird jetzt aus der Betriebszentrale in Hannover gesteuert. Von dort überwachen die Fahrdienstleiter auf dem Monitor die Strecke und regeln den Zugverkehr. Im Dezember 2015 erfolgte die Inbetriebnahme der ersten NeuPro-Schnittstelle bei der Deutschen Bahn AG. Zwischen dem ESTW Kreiensen und dem Nachbar-ESTW in Vorwohle wurde die vollelektronische ESTW-ESTW-Kopplung (SCI-ILS) erfolgreich in Betrieb genommen. Aufwendige Blockanpassungen in Relaistechnik gehören somit der Vergangenheit an.

 
Rückblick:

Es ist die Nacht vom 11. zum 12. November 2011  –  die letzte Schicht für das Stellwerk im niedersächsischen Bahnhof Kreiensen sowie in fünf weiteren Stellwerken der Umgebung. Der Streckenabschnitt ist ab Mitternacht gesperrt. Nun beginnt der Großeinsatz für rund 250 Männer und Frauen, die an der Umstellung beteiligt sind: Ingenieure, Softwareexperten, Weichenbauer, Elektriker und Mechatroniker – die meisten von den Firmen Balfour Beatty, Bombardier und von der InoSig. Eine komplexe Aufgabe. Rund zehn Signal- und Weichentrupps sind  gleichzeitig in dieser dunklen Herbstnacht im Einsatz. Vor allem müssen Beschädigungen vermieden und alle Arbeiten sachgemäß ausgeführt werden. Volle Konzentration bei allen Teams. Allein mehr als 300 Signalmasten müssen demontiert und entsorgt werden. Auch im alten und neuen Stellwerk wird unter Hochdruck gearbeitet. Schon in wenigen Stunden muss die Anlage voll funktionsfähig sein. Ein letztes Mal wird alles  durchgecheckt,  stundenlang. Jedes Signal,  jede Weiche, die Soft- und die Hardware. Eine spannende Nacht, und  auch noch am nächsten Tag wird weiter gearbeitet.  Dann:  Viele Probefahrten - und die neue Anlage kann in den kommerziellen Betrieb genommen werden. Sie regelt nun den Verkehr im Leinetal. Neuste Technik für einen hochmodernen Verkehr.

Endspurt: Neue Stellwerkstechnik in Kreiensen

Endspurt im Modernisierungsprojekt Kreiensen. Für die Firma InoSig, die im Auftrag der Deutschen Bahn die neue Stellwerkstechnik auf der Strecke zwischen Einbeck und Banteln in Niedersachsen aufbaut und installiert, geht es in die letzte Bauphase. Auf dem Südabschnitt zwischen Einbeck-Salzderhelden und Kreiensen können die Experten der Deutschen Bahn jetzt die Technik prüfen und abnehmen.  


Thomas Günzel, Bombardier Transportation: „Abgenommen werden Signale, Signalstandorte, Farben, also Signalbilder, die gesamte Palette der aufgebauten Elemente.“  


Hierzu wird in den elektronischen Stellwerken mit der zuvor fachtechnisch geprüften Software die Signalanlage angesteuert. Die Software ermöglicht den Bahnexperten die Prüfung, ob die neue Technik so funktioniert wie sie soll. Auf dem Nordabschnitt, zwischen Kreiensen und Banteln werden die letzten Bauarbeiten durchgeführt. Dabei geht es um Kabelverlegungen und - wie im Bahnhof Banteln - um die Modernisierung der Gleisanlagen. 


Stefan Krems, Balfour Beatty Rail GmbH: „Wir werden im Nordabschnitt noch weiter Kabel verlegen, Schaltkästen aufbauen, Restarbeiten machen, und das Wichtige, dass wir jetzt die Oberbaumaßnahmen, d.h. die Weichen ausbauen, neue Weichen einbauen und entsprechend die Oberleitungen anpassen im Bahnhof Banteln. Das ist jetzt unsere größte Herausforderung in den nächsten Monaten.“

Alle Beteiligten von Deutscher Bahn, InoSig und weiteren Auftragnehmern arbeiten unter Hochdruck daran, den Zeitplan einzuhalten. Denn noch immer müssen Arbeitpausen in Folge des strengen und langen Winters aufgeholt werden. In der Nacht vom 4. zum 5. Dezember 2010 wird die Strecke gesperrt, damit die alte Signaltechnik abgebaut und die neue ihre Funktion aufnehmen kann. Dann ist der Streckenabschnitt bestens gerüstet für den zunehmenden Eisenbahnverkehr.

Neue Signaltechník - ESTW-D Banteln

Die Ausrüstung der alten Nord-Südstrecke zwischen Hannover und Göttingen mit moderner Stellwerkstechnik läuft auf vollen Touren.
Jetzt wurde am Bahnhof Banteln bei Elze das Modulgebäude für das neue dezentral aufgebaute elektronische Stellwerk auf das Fundament gesetzt.  

Thomas Fürmann, Projektleiter InoSig: "Wir befinden uns hier am zweiten Inbetriebnahme-Abschnitt der nördlich von Freden bis ausschließlich Elze geht.  Dieser Abschnitt wird im Dezember in Betrieb gehen und wir haben jetzt hier die anspruchsvolle Aufgabe, die Außenanlagen zu komplettieren, die Verkabelung wird jetzt hier komplett passieren, der Tiefbau ist zu großen Teilen abgeschlossen, wir haben die Verzögerungen, die sich aus dem langen und strengen Winter ergeben haben auch noch aufzuholen, was wirklich eine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist. Wir müssen die Signale komplettieren, Achszähler, Weichenantriebe tauschen...solche Sachen.“ 

Im September 2008 hatte die Deutsche Bahn mit den Modernisierungen auf der Strecke zwischen Einbeck über Kreiensen, Freden, Alfeld, Godenau bis Banteln begonnen. Das neue ESTW-D in Banteln soll im Dezember dieses Jahres in Betrieb gehen und wird dann - wie fünf weitere dezentral aufgebaute Stellbereiche auf der Strecke - vom ESTW Kreiensen gesteuert.   

Thomas Fürmann: "Für den ersten Inbetriebnahme-Abschnitt, der dann am 4. September in Betrieb geht, sind wir kurz davor, die Herstellung der Funktionsfähigkeit zu erklären; es sind noch Restarbeiten, es sind noch Schaltarbeiten an den LWL-Schränken zu tun, da sind wir aber im Prinzip fertig."

Die Arbeiten, wie vor allem die Kabelverlegungen, wurden zwar durch den harten Winter verzögert, die InoSig will aber wie geplant im Dezember die Modernisierung abschließen. Dann ist die Strecke mit der modernsten Stellwerkstechnik ausgerüstet und die Streckenkapazität deutlich gesteigert.

Stellwerk für Kreiensen

Es geht wieder voran in Kreiensen. Nach dem Dauerfrost der vergangenen Wochen können die Arbeiter jetzt die Kabel verlegen. Denn dafür müssen die Temperaturen zuverlässig über fünf Grad bleiben.
Doch trotz Frost: Zwischen Hildesheim und Göttingen sind sie ein gutes Stück vorangekommen in diesem Frühjahr.   
Michael Kraßmann, Bauherrenvertreter DB Netz AG: "Die Kabel werden verlegt, insbesondere für die Signale, die wir überall neu aufgestellt haben. Da sehen Sie hier zwei Signale stehen, das eine ist so ein bisschen schräger aufgestellt, das muss so sein, das was gerade daneben steht das ist das alte Signal, das noch im Wirkbettrieb ist und das neue, was so schräge aufgestellt ist das steht deshalb so schräg damit wir Sicht auf das alte Signal haben. Am Tag der Inbetriebnahme werden wir dann natürlich das alte Signal wegnehmen und das neue gerade aufstellen."
Ganz in der Nähe des Bahnhofsgebäudes entsteht das neue elektronische Stellwerk. Es wird sechs alte, wartungsintensive Stellwerke durch eine moderne, leistungsfähige und im Unterhalt kostengünstige Leit- und Sicherungstechnik ersetzen. Der Neubau ist nötig, um die Verfügbarkeit der Strecke in der Zukunft gewährleisten zu können und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.   
Michael Kraßmann, Bauherrenvertreter DB Netz AG: "Mal angenommen, es ist eine Anlagenkomponente dieses Stellwerks defekt, muss erneuert werden, muss ersetzt werden, dann ist das immer eine Einzelanfertigung für diese einzelne Anlagenkomponente, die sehr zeitaufwändig ist und natürlich auch sehr teuer ist, weil sie kaum noch jemanden finden, der diese Komponente überhaupt produzieren, herstellen kann. Und das ist natürlich ein Sachstand, der uns hauptsächlich dazu veranlasst hat, dieses Stellwerk zu erneuern."
Das neue elektronische Stellwerk bildet mit seiner modernen Technik den Kern des Projektes. Aber auch in den anderen Gewerken gibt es noch einiges zu tun.
Thomas Fürmann, InoSig: "Alles heißt, dass wir natürlich erstmal das Stellwerk errichten mit seinen Außenanlagen auf 50 Kilometer Strecke. Wir haben andere Gewerke drin, den Tiefbau, den kompletten, wir haben 13 Bahnübergänge zu betrachten, die auch angepasst werden müssen. Zwei werden ganz neu gebaut. Wir werden einen Bahnsteig ganz neu errichten, und wir werden darüber die Oberleitung anpassen. Wir werden Weichen rückbauen, Weichen neu bauen, das ist unser Pensum."
Kreiensen ist ein wichtiger Knotenpunkt im Schienennetz der Bahn, vor allem für den Güterverkehr. Das neue elektronische Stellwerk wird sicherstellen, dass der Verkehr hier dauerhaft funktioniert. Noch 2010 wird es in Betrieb gehen.

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