ESTW Südliche Bergstraße (Weinheim)

Das elektronische Stellwerksystem BOMBARDIER* EBI* Lock 950 steuert und überwacht im ESTW „Südliche Bergstraße“ in Weinheim über 200 Stelleinheiten auf einer Streckenlänge von 18 Kilometern.


Die „Rhein-Neckar-Bahn“ verbindet entlang der Bergstraße den Raum Frankfurt über Darmstadt-Bensheim-Weinheim mit dem Regionalzentrum Mannheim und Heidelberg. Sie ist eine der hochfrequentierten Strecken der Deutschen Bahn, mit häufig über 200 Zügen pro Tag. Den Schwerpunkt bildet der Seehafen-Hinterlandverkehr (Containertransport).

Die Strecke dient auch in erheblichem Umfang dem Personenfernverkehr (stündlich IC-Verbindungen Frankfurt-Karlsruhe/München sowie einzelne ICE/TGV Frankfurt-Paris) und dem Nahverkehr (stündlich pro Richtung mindestens ein RE/RB). Bei Störungen auf der parallel verlaufenden „Riedbahn“ Frankfurt-Mannheim werden auch die dort verkehrenden ICE und IC über die Rhein-Neckar-Bahn umgeleitet.

Der Bahnhof Weinheim ist auf dieser Strecke ein Knotenpunkt mit IC-Halt, Beginn der Regionalstrecke nach Fürth im Odenwald und Übergangsmöglichkeit auf die RNV-Strecken nach Heidelberg und Mannheim (letztere ist im Überlandbereich mit elektronischen Stellwerken der Bauart EBI Lock 500 von Bombardier ausgerüstet).

Die DB Netz AG beauftragte Bombardier Ende 2007, die 18 km lange Strecke zwischen den Betriebsstellen Heppenheim (ausschließlich) und Ladenburg (ausschließlich) mit modernster elektronischer Stellwerkstechnik auszurüsten. Das ESTW bekam die Bezeichnung „Südliche Bergstraße“. Drei alte, wartungsintensive Stellwerke mit allen Außenanlagen in Hemsbach, Weinheim und Großsachsen-Heddesheim sollten durch moderne, leistungsfähige und im Unterhalt kostengünstige Leit- und Sicherungstechnik ersetzt werden, deren zentrale Komponenten („Unterzentrale“ oder ESTW-Z) im Bahnhof Weinheim installiert werden sollten.

Im Zuge des Umbaus wurden rund 200 Stelleinheiten erneuert und per modernster Netzwerkanbindung über ein IP-basiertes LWL-Netz in die neue Leit- und Sicherungstechnik integriert. Das ESTW ging im Mai 2012 in Betrieb und wird direkt aus der Unterzentrale in Weinheim gesteuert. Von dort überwachen die Fahrdienstleiter auf zwei Bedienplätzen die Strecke und regeln den Zugverkehr.

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