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ESTW Kreiensen

Kreiensen ist ein wichtiger Knotenpunkt auf einer der meistfrequentierten Strecken der Deutschen Bahn. Er wird seit 2011 von dem modernen EBI Lock 950-Stellwerksystem überwacht.

Auf der Linie, die durch das Leinetal in Niedersachsen führt, verkehren im Normalfall über 300 Züge am Tag. Den Schwerpunkt bilden der Seehafen-Hinterlandverkehr (Containertransport) und der Regionalverkehr des Harz-Weser-Netzwerks.

Bei Störungen auf der parallel verlaufenden Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover-Göttingen werden auch ICE und IC durch das Leinetal umgeleitet.

Die DB Netz AG erteilte 2008 den Auftrag, die Strecke zwischen den Betriebsstellen Elze und Edesheim mit modernster Stellwerkstechnik auszurüsten. Sechs alte Stellwerke sollten durch ein leistungsfähiges und im Unterhalt kostengünstiges Stellwerk in Kreiensen ersetzt werden.

Seit 2011 regelt das moderne, IP-basierte EBI Lock 950-System den Bahnverkehr in einem Bereich von 60 Kilometern. Während der Sperrung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover-Göttingen von Juni bis Dezember 2019 wurde der Bahnverkehr durch das Leinetal umgeleitet und ebenfalls von dem Stellwerk in Kreiensen überwacht und gesteuert.

Effizient durch IP-basierte Technologie

Das EBI Lock-Stellwerksystem in Kreiensen ersetzt seit 2011 sechs alte, wartungsintensive Stellwerke (Einbeck-Salzderhelden, Kreiensen, Freden, Alfeld, Godenau und Banteln).

Mit Hilfe der modernisierten Leit- und Sicherungstechnik werden über 600 Stelleinheiten von einem Stellwerk aus gesteuert. Kreiensen wird direkt aus der Betriebszentrale in Hannover bedient. Von dort überwachen die Fahrdienstleiter auf zwei Bedienplätzen die Strecke und regeln den Zugverkehr.

Die IP-basierte Kommunikation mit den Feldelementen über ein Datennetz anstelle einzelner Verbindungen erhöht die Effizienz. Objekte können über eine größere Entfernung mit reduzierten Kosten und weniger Ausrüstung gesteuert werden. Eine höhere Zuverlässigkeit und die verbesserte Skalierbarkeit sind auf das künftige Kapazitätswachstum des Schienenverkehrs hin ausgerichtet.

Steigerung der Zuverlässigkeit und der Kapazität

Als Teil des Schienenausbau- und Digitalisierungsprogramms im Sinne der Verkehrs- und Klimapolitik der Bundesregierung hat die Deutsche Bahn mit Erneuerungsarbeiten auf der Nord-Süd-Achse des Hochgeschwindigkeitsnetzes begonnen. Für ein halbes Jahr wurde der Bahnverkehr der Strecke Hannover-Göttingen vollständig durch das Leinetal umgeleitet.

Das Stellwerksystem in Kreiensen regelt seit Jahren zuverlässig den anfallenden Bahnverkehr, wobei Kapazitätsreserven eingeplant sind. Im Vorfeld der Streckensperrung wurde die vorhandene EBI Lock-Software 2019 aktualisiert, um die Funktionalität und Zuverlässigkeit zu verbessern, die Systemleistung zu erhöhen und einen reibungslosen Betriebsablauf zu ermöglichen.

Interoperabilität und Sicherheit gemäß dem europäischen Standard

Die Aktualisierung des Systems entspricht den aktuellen Standards für digitale Stellwerke auf dem deutschen Markt, was zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Stellwerken von verschiedenen Anbietern beiträgt. Mit der nachgewiesenermaßen zuverlässigen digitalen Integration mit den drei angrenzenden Stellwerken (Naensen, Bad-Gandersheim/Seesen, Ilmebahn) über die standardisierte NeuPro/EULYNX Schnittstelle SCI-ILS hat das EBI Lock-System in Kreiensen nun den bis dato höchsten Grad der Standardisierung der Kommunikation im Netz der Deutschen Bahn erreicht. Zusätzlich wurde auch die Cybersicherheit zwischen der Betriebszentrale in Hannover und Kreiensen verbessert.